Montag, 4. April 2011

Reorganisation,...



Ja, Dinge die schwer am Mantel ziehen,...

Diverse Gegebenheiten haben bei mir doch noch dazu geführt, von meinem Recht gebrauch zu machen und meine Meinung zu ändern. Ich werde meinen jetzigen Job kündigen und ein Studium antreten.

Es sind einfach einige Dinge zusammengekommen die in mir den Wunsch ausgelöst haben mich doch nochmal auch beruflich zu verändern. Einige davon haben mit meiner aktuellen Profession als IT/Network/Programming-Engineer zu tun. Andere wiederum mit den Leuten in meiner Firma, einerseits weil Entscheidungen und Technologien schon seit Jahren verschlafen worden sind. Wiederum Andererseits weil bedingt durch österreichweite Reorganisations-Mechanismen die Leute gezwungen sind ihren eigenen Arbeitsplatz zu sichern was wiederum bei manchen Leuten dazu führt das sie auf ziemlich hinterhältige Art andere anschwärzen. Wenn ich etwas auf den Tod nicht leiden kann dann sind das Leute die nicht aufrecht sind. Schleimwixer und Wadelbeisser sind Leute die für mich keine Lebensberechtigung haben. Ich verlange in dieser Hinsicht von anderen das selbe was ich von mir selbst verlange, dass ich meine Arbeit ehrlich, aufrecht und sauber erledige. Traurigerweise glaubt man kaum wieviele Leute diesem einfachen Grundsatz auch in einer "professionellen" Firma nicht gerecht werden können. Nur damit mich keiner falsch versteht, Fehler zu machen mein ich damit noch gar nicht, um Gottes Willen jeder macht Fehler, ich auch genügend, man erkennt ihn, gesteht sich ein und bügelt ihn aus fertig. Aber es ist anscheinend neuer Volkssport, dass bevor noch die Lösung für eine Dysfunktion gesucht wird erst mal jemand gesucht wird dem man die Schuld zuschieben kann.

Das hört sich jetzt alles ziemlich negativ an, vermutlich auch weil einfach zu viel von dem gleichzeitig passiert. Und weil es mich auch einfach sauer macht das dann solche Leute wie mein Team-Leader, der technisch und persönlich echt ein toller Kerl ist, die Sachen ertragen und ausgleichen müssen. Insofern bin ich jetzt dann auch beim Thema warum mir das trotzdem alles irgendwie schwer fällt. Ich hab irgendwie das Gefühl ihn hängen zu lassen, obwohl ich natürlich weiß das die Firma wenn ich der eine zuviel wär, auch nicht lang fackeln würde mich rauszuschmeissen. Naja aber dieser Schritt ist schon getan, mein Team-Leader weiß schon das ich nicht mehr für die Firma arbeiten will.
Ebenso hab' ich auch schon meinen Stolz überwunden und meinen Vater doch gebeten mich finanziell zu unterstützen wenn ich diesen Schritt wage. Meine Unabhängigkeit in dieser Hinsicht aufzugeben war vermutlich eine der schwersten Bürden.

Tja und obwohl alles eigentlich geklärt ist, lässt mich doch irgendwie mein schlechtes Gewissen nicht los. Schlechtes Gewissen ist vermutlich falsch, vermutlich habe ich nur Angst davor das Ungewisse zu versuchen. Wobeis mir ja eh schon 3 Freunde vormachen.

Im Prinzip könnte die Situation nicht besser sein. Ich hab niemanden um den ich mich sonderlich kümmern/sorgen müsste, bzw. der auch meine Zeit beanspruchen würde. Im Mai werden die 4 Jahre fürs Selbsterhalter voll. Und ich habe jetzt schon meinen Vorgesetzten instruiert, dass ich im Herbst dahin bin, was ihm noch genügend Zeit geben sollte einen Nachfolger zu finden und mir die nötige Zeit geben sollte ihm noch alles notwendige beizubringen.

Und so siehts dann auch in meinem Kopf aus, immer wieder die selben Argumente. Deswegen hab' ich beschlossen es einfach zu versuchen auch mit schlechtem Gefühl im Bauch. Weil die Situation einfach nicht besser wird und auch aus dem Grund weil ich mich nicht später ärgern will warum ich es nicht zumindest versucht hab.

Morgen ist dann vermutlich das Gespräch mit meinem Abteilungsleiter und dann ists eh besiegelt also gibts eh kein zurück mehr.

Ja und insofern möchte ich eigentlich auch keine weiteren Worte mehr verlieren. Ich werde einfach in Ruhe studieren, und danach mit meinem Bastelkollegen - wie wir schon oft gewitzelt haben - ein Ingenieursbüro eröffnen und mich nicht mehr mit Schleimwixern und rückratlosen Arschkriechern abgeben und dann ist die Welt perfekt :)

Situationen in denen man nicht über so was nachdenkt:









Och schau und für die Schleimwixer is a nu ans dabei:




Das war dieses Wochenende im Mühlviertel, echt a Traum-Tagal und irgendwie schauts auch bei uns fast a bissl so aus wies in Amerika am El Capitan ausschaut:




Ja und mit diesen Bildern wär ma wieder in der Rubrik angelangt:"Und wos duad se sunst so?". Viel Klettern, beim 3-Brückenlauf möcht ich heuer auch wieder mitlaufen. Nja aussersportlich hat sich eigentlich nicht viel getan. Hab' bissl schon vorgelernt Mathe für die Uni. Schmieden steht nächstes Wochenende an. Ja ich glaub das wars so in Kurzform. Der ganz normale Wahnsinn, schmieden, klettern, laufen, basteln. Die CNC-Fräse wird noch mit einer T-Nuten-Profilplatte getuned. Kayak-Kurs im Mai. Eigentlich gehts eh immer rund super :D

Nachdems jetzt eh schon spät ist und ich mich trotzallem erleichtert fühle, möchte ich allen danken die es bis zu diesem Punkt geschafft haben zu lesen und hoffe ich habe nächste Mal wieder Nachrichten ohne Frust :)


Bis Dann

- Stef

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